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 | Damit Bäume nicht in den Himmel wachsen |
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Es sind einige Grundregeln zu beachten:
.) Junge Bäume brauchen schwache, möglichst waagrecht stehende Äste, die max. die Hälfte des Stammdurchmessers erreichen.
.) Stark wachsendes kann nicht klein bleiben.
.) Der Mitteltrieb hat schwache Seitenäste. Im obersten Bereich werden die Knospen entfernt, damit sich neue Seitenäste bilden können.
.) 70-80% der Früchte sollte man bei starkem Fruchtbehang entfernen, damit der Rest eine bessere Qualität erreicht. Die Entwicklung von Kernen schwächt.
.) Bäume sollten kegelförmig erzogen und licht gehalten werden. Nur viel Sonnenfläche und gut ausgebildete Knospen bringen gute Früchte. Keine Besonnung – keine Qualität und keine Frosthärte – Früchte fallen ab. Kirschen reifen frühzeitig (röteln), ohne Fruchtfleisch auszubilden.
.) Bodenuntersuchung! Zuviel Nährstoffe sind schädlich und bringen starkes Wachstum. Wechselwirkung der Nährstoffe beachten: Kali blockiert Magnesium, Kalk blockiert Eisen, Phosphor blockiert Kali)
Zum Schnitt: starker Schnitt bedeutet starkes Wachstum, ebenso der Schnitt im Winter. Schwacher Schnitt und Schnitt im Sommer bedeuten schwaches Wachstum. Starker Winterschnitt kann Stippe verursachen wie es auch bei Kalkmangel ist.
.) Der Baum darf den Schnitt nicht spüren, dann wird er nicht stark nachtreiben. Grüne, nicht verholzte Triebe die stören, kann man herausreißen. Die Wunden verheilen fast sofort.
.) Wurde viel weggeschnitten und bleibt danach die Wurzelmasse gleich, muss das Wachstum stark sein.
.) Was der Baum in der Jugend lernt, behält er.
.) Der Hauptstamm dominiert, Seitenäste nur halb so stark.
.) Kopfschnitte vorerst mit Stummen, nach Ausbildung des Triebes nachschneiden.
.) Wenn erkennbar wie groß der Ertrag sein könnte, kann nach der Blüte geschnitten werden.
.) Grundsätzlich wird nach der Blüte oder nach der Ernte geschnitten.
.) Pflanzenschutz: Leichte Pilzkrankheiten die nicht gleich bekämpft werden, können epidemisch werden. Kupfer und Schwefel sind leicht verträglich und helfen.
.) Marillen werden 4-5 mal gegen Blütenmonillia gespritzt, sofern keine Mumien auf den Bäumen sind. Gespritzt wird in die leicht geöffnete Blüte (u.a. mit Baycor).
.)Pfirsich müssen gegen Kräuselkrankheit gespritzt werden. 1x Kupfer im Februar, wenn die Temperatur über 10° steigt. Auch bei Einsetzen des Blattfalles im Herbst kann gespritzt werden und wenn die KK auftritt wird beim Knopsenschwellen und anschließend etwa 3x mit einem Belagsmittel (Euparen) nachgespritzt.
Quelle: Hr. Schreiber – Baumschule Schreiber Poysdorf
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